26. Mai 2016: Ein Tag mit entspanntem Programm
Durch meine Erfahrung mit vorangegangen Kirchentagen habe ich dieses Mal eines beherzigt: Nicht zu viele Veranstaltungen planen, flexibel sein und zu beachten, möglichst kurze Wegstrecken zwischen den verschiedenen Veranstaltungsorten vorliegen zu haben. So habe ich mir bewusst Zeit genommen, um in Ruhe die Katholikentagsmeile zu besuchen. Zuerst begann der Tag natürlich mit einem Gottesdienst. Meine Gruppe entschied sich für den Familiengottesdienst in der Propsteikirche St. Trinitatis. Da ich jetzt nicht unbedingt für die Messe im Freien war, war mir das recht. Im Moment bin ich in Münster ohnehin durch den außerordentlichen Ritus verwöhnt, insofern stellte ich auch keine allzu großen Ansprüche.
Die Kirche selbst hat zwar das ein oder andere interessante architektonische Detail, aber allzu imposant fand ich sie jetzt nicht. Die Atmosphäre hat auf jeden Fall für ein Rosenkranzgebet ausgereicht. Die Messe hatte dann auch nur eine Stelle, die mich alles andere als begeisterte1, war aber im Großen und Ganzen ordentlich gefeiert, obwohl die für Fronleichnam typische Prozession fehlte.
Bis zum Nachmittag hatte ich keine Veranstaltung, sodass ein ungestörter Aufenthalt auf der Kirchenmeile möglich war. Von der ist mir wenig in Erinnerung geblieben. Lediglich die katholischen Orden stachen ein wenig hervor, da sich diese wirklich vorstellen wollten und eben nicht allgemeine Themen aufgriffen, wie es bei sämtlichen Bistümern der Fall war. Trotzdem konnte man dort sicherlich ein wenig schöne Zeit verbringen.
So blieb aber noch genug Zeit für etwas anderes. Anders, als ich es andernorts gelesen habe, wurde sehr wohl eine eucharistische Anbetung angeboten, und zwar von 12.00-20.30 Uhr in der Alojs-Andritzki-Kapelle. Zugegebenermaßen ist diese kleine Kapelle etwas abseits, aber immer noch sehr einfach von der Innenstadt aus zu erreichen. Die stillen Minuten in der Kapelle gehören für mich zu den schönsten Momenten des Katholikentages, unter anderem auch deswegen, weil meine Heimatgemeinde generell keine eucharistische Anbetung anbietet.
Erst nach einiger Zeit musste ich mich zu einem Vortrag zum Thema "Ignatianische Exerzitien - ein Weg zur Freiheit". In einem vollgepackten Raum konnte der mit dezent schweizerischem Akzent redende Jesuit einen wundervollen Überblick über die von Ignatius von Loyola entwickelte Form der Exerzitien geben. Dabei gab es einen Rundumschlag zum Leben des Heiligen und dazu, was diese Form der Selbsterkenntnis von anderen Formen unterscheidet, wodurch gerade der christliche Gehalt der kontemplativen Meditation herausgestellt wurde. Selbst die kleinsten Anmerkungen zu Bibelstellen sog man förmlich auf, um auch ja nichts zu verpassen.
Nach solch einer intensiven Veranstaltung war ich doch recht froh, den Abend nicht verplant zu haben.
1An dieser wurden auf Zettel Gebetsanliegen geschrieben. Daraufhin sollten diese zu Papierfliegern gefaltet und nach vorne zum Altar geworfen werden. Nette Idee - aber lasst so etwas bitte aus der Messe raus. Wobei ich eh für Familien- und Jugendgottesdienste einfach zu konservativ bin.
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Dienstag, 7. Juni 2016
Donnerstag, 2. Juni 2016
Der 100. Katholikentag (I)
oder: mein Katholikentag in fünf Etappen
25. Mai 2016: Anreise und die Eröffnung
Irgendein weiser Autor wird bestimmt einmal geschrieben haben, dass man eine natürliche Gliederung annehmen und verwenden soll. Wenn es keiner geschrieben hat, dann sei's drum: Ich mach's trotzdem und teile diesen Beitrag in fünf Teile oder Etappen.
Nachdem ich bereits den Ökumenischen Kirchentag 2010 in München und den Katholikentag 2014 in Regensburg besuchte, wollte ich es mir nicht nehmen lassen, auch in Leipzig dabei zu sein.
Inhaltlich passiert am Eröffnungstag natürlich nicht viel, die Leute müssen ja erst einmal den Veranstaltungsort erreichen. So gibt es auch wenig zu erzählen, doch drei Eindrücke zur Eröffnungsfeier möchte ich teilen.
Die musikalische Gestaltung, unter anderem durch die "Gospel Changes" organisiert, hat zwar grundsätzlich die Lieder des Katholikentag-Medleys gut interpretiert und auch etwas aus dem Titellied "Seht, da ist der Mensch" (dem ich textlich ansonsten nicht viel abgewinnen konnte) gemacht, aber zwei Lieder hat sie mir ein klein wenig kaputt gemacht. "Weite Räume meinen Füßen" und "Wenn wir das Leben teilen" gehören eigentlich zu den Liedern, die ich gerne höre. Das gilt jedoch nicht, wenn daraus eine Jazz-Pop-Variante1 gemacht wird. Beide Lieder leben von einer grundsätzlich eher meditativ ausgerichteten Stimmung. Mitsingen wollte ich so bei weitem nicht.2
Überrascht hat mich hingegen der als "Ein musikalisches Geschenk" betitelte Beitrag: "Jauchzet dem Herrn, alle Welt" nach Felix Mendelssohn Bartholdy. Wunderbar gesungen, besinnlich, zum Beten anregend. Bei weitem der Höhepunkt des Abends. Deswegen hätte ich mir auch gewünscht, den Beitrag ans Ende der Veranstaltung gesetzt zu sehen, um mit diesem Hochgefühl den Abend der Begegnung zu beginnen.
Da ich es versäumt habe, mir das folgende Ereignis in meinem Tagebuch zu notieren, muss ich jetzt in etwas vage Beschreibungen verfallen. Die ganze Veranstaltung gab es durchweg Applaus und das Publikum schien vorne bei den Sprechern größtenteils zuzustimmen. Nur eine Stelle fiel dabei völlig aus dem Rahmen. Einer der Sprecher (ich kann leider beim besten Willen nicht mehr rekonstruieren, wer das gewesen sein müsste) ließ den Satz fallen: "Die Leute sollen sehen, dass wir nicht nur sonntags beten." Anstelle des sonst auftretenden Anstandsapplaus, oder gar eines Jubels, breitete sich eine Stille über den Platz, als stimme man der Aussage nicht zu. Ich kann immer noch keine Interpretation für diesen Moment liefern, aber auffällig war es auf alle Fälle.
Ansonsten bot dieser Tag nur die üblichen Eindrücke einer größeren Veranstaltung: Reise, Schlafplatz finden und in Anspruch nehmen, etc. Diese sind natürlich nicht allzu relevant für ein Ereignis, das sich Katholikentag nennt. Also gehen wir schon zur nächsten Etappe über.
1Der Autor übernimmt für die getätigte Einreihung keinerlei Gewähr.
2Wobei die "Schuld" da auch bei mir liegen kann. Wenn man sich mal Versionen bei Youtube anhört, klingen die ähnlich, wie am beschriebenen Abend. Die mir bekannte Version gefällt trotzdem besser.
25. Mai 2016: Anreise und die Eröffnung
Irgendein weiser Autor wird bestimmt einmal geschrieben haben, dass man eine natürliche Gliederung annehmen und verwenden soll. Wenn es keiner geschrieben hat, dann sei's drum: Ich mach's trotzdem und teile diesen Beitrag in fünf Teile oder Etappen.
Nachdem ich bereits den Ökumenischen Kirchentag 2010 in München und den Katholikentag 2014 in Regensburg besuchte, wollte ich es mir nicht nehmen lassen, auch in Leipzig dabei zu sein.
Inhaltlich passiert am Eröffnungstag natürlich nicht viel, die Leute müssen ja erst einmal den Veranstaltungsort erreichen. So gibt es auch wenig zu erzählen, doch drei Eindrücke zur Eröffnungsfeier möchte ich teilen.
Die musikalische Gestaltung, unter anderem durch die "Gospel Changes" organisiert, hat zwar grundsätzlich die Lieder des Katholikentag-Medleys gut interpretiert und auch etwas aus dem Titellied "Seht, da ist der Mensch" (dem ich textlich ansonsten nicht viel abgewinnen konnte) gemacht, aber zwei Lieder hat sie mir ein klein wenig kaputt gemacht. "Weite Räume meinen Füßen" und "Wenn wir das Leben teilen" gehören eigentlich zu den Liedern, die ich gerne höre. Das gilt jedoch nicht, wenn daraus eine Jazz-Pop-Variante1 gemacht wird. Beide Lieder leben von einer grundsätzlich eher meditativ ausgerichteten Stimmung. Mitsingen wollte ich so bei weitem nicht.2
Überrascht hat mich hingegen der als "Ein musikalisches Geschenk" betitelte Beitrag: "Jauchzet dem Herrn, alle Welt" nach Felix Mendelssohn Bartholdy. Wunderbar gesungen, besinnlich, zum Beten anregend. Bei weitem der Höhepunkt des Abends. Deswegen hätte ich mir auch gewünscht, den Beitrag ans Ende der Veranstaltung gesetzt zu sehen, um mit diesem Hochgefühl den Abend der Begegnung zu beginnen.
Da ich es versäumt habe, mir das folgende Ereignis in meinem Tagebuch zu notieren, muss ich jetzt in etwas vage Beschreibungen verfallen. Die ganze Veranstaltung gab es durchweg Applaus und das Publikum schien vorne bei den Sprechern größtenteils zuzustimmen. Nur eine Stelle fiel dabei völlig aus dem Rahmen. Einer der Sprecher (ich kann leider beim besten Willen nicht mehr rekonstruieren, wer das gewesen sein müsste) ließ den Satz fallen: "Die Leute sollen sehen, dass wir nicht nur sonntags beten." Anstelle des sonst auftretenden Anstandsapplaus, oder gar eines Jubels, breitete sich eine Stille über den Platz, als stimme man der Aussage nicht zu. Ich kann immer noch keine Interpretation für diesen Moment liefern, aber auffällig war es auf alle Fälle.
Ansonsten bot dieser Tag nur die üblichen Eindrücke einer größeren Veranstaltung: Reise, Schlafplatz finden und in Anspruch nehmen, etc. Diese sind natürlich nicht allzu relevant für ein Ereignis, das sich Katholikentag nennt. Also gehen wir schon zur nächsten Etappe über.
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| Ich finde es sehr kulant von den Leipzigern, extra für den Katholikentag ihre Ampeln anzupassen. Hier sieht man das grüne Männchen, das offensichtlich ein Messbuch durch die Gegend trägt |
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| Und bei der roten Ampel gibt es sogar den Gekreuzigten zu sehen. |
1Der Autor übernimmt für die getätigte Einreihung keinerlei Gewähr.
2Wobei die "Schuld" da auch bei mir liegen kann. Wenn man sich mal Versionen bei Youtube anhört, klingen die ähnlich, wie am beschriebenen Abend. Die mir bekannte Version gefällt trotzdem besser.
Donnerstag, 24. Dezember 2015
Weihnachten
"1. Christus ist geboren für die Menschen alle, und zum Heil erkoren, ruht er in dem Stalle. Hoch vom Himmel dringt ein Klingen, hört die Engelchöre singen: Gloria, gloria, gloria, in excelsis Deo.
2. Hirten bei der Herde weckt des Engels Kunde: Friede sei der Erde, Freude dieser Stunde! Mit den Hirten lasst uns springen, mit den Engeln lasst uns singen: Gloria, gloria, gloria, in excelsis Deo."
Damit wünsche ich allen meinen Leser ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest!
Nach den Weihnachtstagen sollte es dann auch wieder mit regelmäßigen Blogposts weitergehen.
2. Hirten bei der Herde weckt des Engels Kunde: Friede sei der Erde, Freude dieser Stunde! Mit den Hirten lasst uns springen, mit den Engeln lasst uns singen: Gloria, gloria, gloria, in excelsis Deo."
Damit wünsche ich allen meinen Leser ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest!
Nach den Weihnachtstagen sollte es dann auch wieder mit regelmäßigen Blogposts weitergehen.
Sonntag, 20. September 2015
Urlaub
Am Donnerstagabend kam ich zurück und nutzte die letzten Tage, um mich wieder an das "normale" Leben zu gewöhnen. Völlig ohne Reflektion möchte ich diese zwei Wochen nicht verstreichen lassen, weswegen ich in kurzen Worten die wichtigsten Eindrücke niederschreibe.Direkt nach der Sonntagsmesse ging es los und mir stand eine lange Fahrt bevor. Diese verlief glücklicherweise ohne weitere Komplikationen, sodass am Abend dem schönen Polen "Hallo!" gesagt werden konnte. Am Haus meiner Großmutter angekommen, betrat ich eine etwas andere Welt: Alles etwas langsamer, alles etwas kleiner, alles etwas volksfrömmiger: Kruzifixe, Mariendevotionalien und Papstbilder1 beherrschen die Optik der Wohnung. Diese Tatsache machte das Einleben erstaunlich einfach.
Das erste große Ereignis war der Besuch der schwarzen Madonna in Tschenstochau (Częstochowa). Das Marienheiligtum in Jasna Góra zu besuchen, stand schon seit einiger Zeit auf Liste von Dingen, die ich noch zu erledigen habe (oder wie in diesem Falle: Dinge, die ich schändlicherweise noch nicht getan habe.) Neben den offensichtlichen Möglichkeiten für kontemplatives Gebet, begeisterten mich auch der um den Berg angelegte Kreuzweg und die bildhaften Darstellungen der Geheimnisse des Rosenkranzes.
Daneben gab es als großes Ereignis, abgesehen von Besuchen bei Verwandten, welche wohl für mich wichtig sind, andere aber weniger interessieren, den Besuch des JuraParks. Der eine Teil erklärt den Beginn der Menschheit und der andere lässt den Besucher eine kleinere Entsprechung eines "Jurassic Park" im Sinne Spielbergs sehen. Natürlich handelt es sich bei den Dinosauriern nur um Figuren, jedoch kann ich bei der Anlegung des Parks aufgrund der Einhaltung einzelner Prinzipien nur Lob aussprechen.
Wieder einmal war der Sonntag ein Reisetag, wobei es dieses Mal darum ging, nach Beuten (Bytom) zu fahren, um den anderen Teil der Verwandtschaft zu besuchen. Einem gemütlichen Grillen folgte ein Besuch einer öffentlichen Veranstaltung, auf der die Kabarettgruppe Młodych Panów auftrat. Diese wird deutschen Lesern wohl nicht viel sagen, wer aber ein wenig Schlesisch, einem Dialekt des Polnischen, versteht, hat mit der Gruppe sicher seinen Spaß.
Mein Cousin hatte noch eine kleine Idee. Am Flughafen von Kattowitz (Catowice) gibt es eine Stelle, über der direkt die ankommenden Flugzeuge fliegen. Damit durfte der Abend (in den nächsten Morgen überlappend) ausklingen. Es hat schon etwas an sich, wie aus einem einfachen, sich bewegenden Licht, langsam eine Motte und dann das Flugzeug wird, welches den faszinierten Betrachter in seinem Wind stehen lässt.
Beuten gab auch die Möglichkeit, die Reiseziele Wadowice und Krakau einfacher zu erreichen. Wadowice war als Geburtort von Karol Wojtyła für mich eigentlich vorgegeben. Sein Geburtshaus wurde in ein schönes Museum umgewandelt, sodass ich auch hier viel lernen konnte - und mich bei den angebotenen Büchern etwas zurückhalten musste. Am interessantesten war für mich eine Tatsache. An einer Seite der Kirche in Wadowice steht ein wundervolle Sinnspruch auf der Sonnenuhr: Czas ucieka, wieczność czeka (Zeit flieht, Ewigkeit wartet). Von Karols Arbeitszimmer hatte er diesen Satz stets im Blick und konnte über seine Bedeutung sinnieren.
Krakau am Montag zu besuchen war alles andere als geschickt, da dies der Ruhetag für die meisten Attraktionen auf dem Wawel ist. So wurde der restliche Tag eher mit Besichtigen der Stadt und dem Ankauf von Souvenirs verbracht. Unter anderem befindet sich darunter ein Buch mit sämtlichen Legenden aus der Stadt.
An Ereignissen lässt sich eigentlich nichts mehr zusammentragen. Es wurde noch eine Silbermine besucht, noch einige Verwandte besucht, jedoch konnte der Urlaub im Großen und Ganzen so ausklingen, wie er begann: ruhig. Mein literarischer Begleiter war Der Graf von Monte Christo von Alexandre Dumas und die letzten Tagen die Einführung in das Christentum von Joseph Ratzinger.
1 Natürlich von "unserem" Papst, Johannes Paul II.
Das erste große Ereignis war der Besuch der schwarzen Madonna in Tschenstochau (Częstochowa). Das Marienheiligtum in Jasna Góra zu besuchen, stand schon seit einiger Zeit auf Liste von Dingen, die ich noch zu erledigen habe (oder wie in diesem Falle: Dinge, die ich schändlicherweise noch nicht getan habe.) Neben den offensichtlichen Möglichkeiten für kontemplatives Gebet, begeisterten mich auch der um den Berg angelegte Kreuzweg und die bildhaften Darstellungen der Geheimnisse des Rosenkranzes.
Daneben gab es als großes Ereignis, abgesehen von Besuchen bei Verwandten, welche wohl für mich wichtig sind, andere aber weniger interessieren, den Besuch des JuraParks. Der eine Teil erklärt den Beginn der Menschheit und der andere lässt den Besucher eine kleinere Entsprechung eines "Jurassic Park" im Sinne Spielbergs sehen. Natürlich handelt es sich bei den Dinosauriern nur um Figuren, jedoch kann ich bei der Anlegung des Parks aufgrund der Einhaltung einzelner Prinzipien nur Lob aussprechen.
Wieder einmal war der Sonntag ein Reisetag, wobei es dieses Mal darum ging, nach Beuten (Bytom) zu fahren, um den anderen Teil der Verwandtschaft zu besuchen. Einem gemütlichen Grillen folgte ein Besuch einer öffentlichen Veranstaltung, auf der die Kabarettgruppe Młodych Panów auftrat. Diese wird deutschen Lesern wohl nicht viel sagen, wer aber ein wenig Schlesisch, einem Dialekt des Polnischen, versteht, hat mit der Gruppe sicher seinen Spaß.
Beuten gab auch die Möglichkeit, die Reiseziele Wadowice und Krakau einfacher zu erreichen. Wadowice war als Geburtort von Karol Wojtyła für mich eigentlich vorgegeben. Sein Geburtshaus wurde in ein schönes Museum umgewandelt, sodass ich auch hier viel lernen konnte - und mich bei den angebotenen Büchern etwas zurückhalten musste. Am interessantesten war für mich eine Tatsache. An einer Seite der Kirche in Wadowice steht ein wundervolle Sinnspruch auf der Sonnenuhr: Czas ucieka, wieczność czeka (Zeit flieht, Ewigkeit wartet). Von Karols Arbeitszimmer hatte er diesen Satz stets im Blick und konnte über seine Bedeutung sinnieren.
Krakau am Montag zu besuchen war alles andere als geschickt, da dies der Ruhetag für die meisten Attraktionen auf dem Wawel ist. So wurde der restliche Tag eher mit Besichtigen der Stadt und dem Ankauf von Souvenirs verbracht. Unter anderem befindet sich darunter ein Buch mit sämtlichen Legenden aus der Stadt.
An Ereignissen lässt sich eigentlich nichts mehr zusammentragen. Es wurde noch eine Silbermine besucht, noch einige Verwandte besucht, jedoch konnte der Urlaub im Großen und Ganzen so ausklingen, wie er begann: ruhig. Mein literarischer Begleiter war Der Graf von Monte Christo von Alexandre Dumas und die letzten Tagen die Einführung in das Christentum von Joseph Ratzinger.
1 Natürlich von "unserem" Papst, Johannes Paul II.
Sonntag, 6. September 2015
Kleine Ankündigung
Leider war es für mich schon vorher absehbar, aber es lässt sich nicht abwenden. Die nächsten zwei Wochen wird es wohl auf diesem Blog etwas ruhiger aussehen, denn ich verabschiede mich für einen kleinen Urlaub nach Polen. Ob ich dort blogge oder nicht, kann ich theoretisch nicht sagen, allerdings möchte ich nichts kategorisch ausschließen. Dummerweise war ich bereits die letzten zwei Wochen auf einer Freizeit unterwegs (wenn ich selbst nichts mehr schreibe, gibt es hier dazu etwas unter den Überschriften "Jugendfreizeit 2015" nachzulesen), sodass ich für diesen Zeitraum keinen Vorrat aufbauen konnte. Das führt zwar zu einem Haufen Entwürfe ohne fertiggstellte Werke präsentieren zu können. Sei's wie sei, da muss man durch. In zwei Wochen wird auch wieder regelmäßig gebloggt, versprochen.
Der dumme Fuchs
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